23. August

Als ich am Morgen aufwache, fühle ich mich unglaublich träge und müde. So bleibe ich noch länger im Bett liegen. Als ich dann beim täglichen Emailen fast einschlafe, gehe ich halt heute früher zum Hotel zurück und lege mich schlafen. Dann wache ich aber schweißgebadet auf. Der Hals kratzt, das Schlucken tut weh, die »Knochen« sind schwerer als nach einem Marathon und Fieber habe ich auch. Hoch muss es sein, denn alles an mir »glüht«. Hoffentlich ist das »nur« eine Grippe und nicht der Beginn einer ausgebrochenen Malaria. Ich bin zu schwach zum Aufstehen, Hunger habe ich auch keinen. Aber nicht schon wieder zuwenig trinken! So trinke ich, was geht und wende meine schon so oft bewährte Schwitzmethode an (früher ging ich vorher immer noch joggen, aber das fällt ja nun aus nahe liegenden Gründen aus. ). So viele Klamotten als möglich anziehen, unter die dicke Decke und allen »Dreck« raus schwitzen. Ich döse, dann bin ich wieder wach und stöhne vor Schmerzen. Da ich mich so hundselend fühle, habe ich irgendwie auch Angst, dass nun meine »letzte Stunde« geschlagen haben könnte. Plötzlich fallen mir all meine »Sünden« der Vergangenheit ein. Alle Freunde und Bekannte begegnen mir vor meinem geistigen Auge. Mensch, es tut mir so leid, was ich Euch allen in so mancher schlechter Stunde von mir angetan habe. Was würde ich in diesem Moment alles geben, um das wieder gut machen zu können?!? Der angeblich so tapfere Weltumradler weint, weil er bereut, aber nichts zurücknehmen kann. Dösen, aufwachen und trinken, dösen, aufwachen und trinken. So geht das für weitere 20 Stunden. Dann dusche ich heiß und fühle mich anschließend schon wieder viel besser. Ich kann sogar schon wieder spazieren gehen.