23. September

Weg von hier, noch ein letztes Mal durch die Schlammwüste an der Hauptstraße des Chaweng-Beaches. Dann noch zum Nordostzipfel der Insel. Damit ich Koh Samui auch tatsächlich auf ihren äußersten Straßen umrundet habe. Aber v. a., um mir auch noch »Big Buddha«, eine hoch aufragende Buddhastatue, die auf einer Halbinsel liegt, anzuschauen. Wirklich schön! Noch ein bisschen kurve ich hier in der Gegend rum, passiere auch den vor seinem Bau so umstrittenen Airport von Koh Samui, bevor es zum dritten(!) Mal auf die 23 km lange Strecke vom Chaweng-Beach in die Inselhauptstadt Nathon geht. Die nächste Fähre von hier nach Khanom geht 5 Minuten später und ich kann gerade noch mitfahren. Nach eineinhalbstündiger Schiffsfahrt geht es wieder mit meinem treuen Drahtesel auf eine kleine, aber gut ausgebaute thailändische Landstraße. Kein Verkehr und die Menschen sind wieder so herzlich wie »vor« den Inseln: Alte Frauen, die ihre Waren auf den Straßen verkaufen, lächeln und winken, zum Abendessen versammelte Familienrufen vereint »Hello«, Kinder kommen herbei gerannt und grüßen, die motorisierten Verkehrsteilnehmer hupen und winken aus dem Fenster, in den Geschäften wird wieder nur der Normalpreis verlangt und dennoch sind die Verkäufer wieder freundlicher zu mir. Sie sehen nicht nur mein Geld, sondern wollen sich auch mit mir unterhalten. Dabei ist die verbale Kommunikation natürlich wieder auf ein Minimum reduziert, aber ist die überhaupt so wichtig bei all den vielfältigen Ausdrücken von Warmherzigkeit? Leider erfahren diese so TOLLE Gastfreundschaft halt nur sehr wenige Touristen. Aber da kann man nur sagen: Selbst schuld. Auf den letzten 5 km erwischt mich doch noch der zur Zeit halt fast tägliche Regen, der sich kurz nach meiner Ankunft im ersten Hotel der Stadt (bisschen schmuddelig, aber noch o.k.) zu einem heftigen Gewitter auswächst. Gemütlicher Abend und früh ins Bett.