Ruanda – 28.11.2013

Nach einem letzten Frühstück verabschieden wir uns von Bischof Bimenyimana und einigen seiner MitarbeiterInnen. Wir fahren in einem 8-Sitzer durch den wunderbaren Nyunge-Wald. Ich bin dankbar, dass ich zumindest beim Hinweg mit dem Rad fahren durfte. In Butare kaufen manche aus unserer Gruppe noch ein paar Souvenirs ein.

Am späten Nachmittag treffen wir in Kigali ein. Im Rheinland-Pfalz-Büro kann ich das geliehene Rad wieder zurück geben, zudem noch einen von zu Hause mitgebrachten Brief und viele gute Wünsche.

Bei den Palottinern reflektieren wir unsere Reise und treffen anschließend die Kolping-Vorsitzenden in Rwanda, die inzwischen in 42 Kolpingfamilien 1442 Mitglieder haben.

Am Abend werden wir zu einem festlichen Abendessen in die Kommunität der Pallotiner eingeladen. Einige waren gestern und heute auf einer großen Wallfahrt im Süden des Landes (Kibeho), an der ca. 30.000 Leute teilnahmen. Die Berichte hören sich faszinierend an.

Ein Pater erzählt uns anschließend sehr persönlich, von seiner Motivation, vor 16 Jahren nach Rwanda zu kommen. Er hatte den Genozid aus der Ferne verfolgt und auch viele Berichte von Mitbrüdern gehört, die nach dem Genozid nicht mehr in der Lage waren, nach Rwanda zurück zu kehren. Gerade aber weil die Kirche während des Krieges nicht immer eine gute Figur gemacht hatte, war es ihm wichtig, dass zukünftig positive Impulse von der Kirche für die Gesellschaft kommen sollten. Heute ist ihm der Beitrag für ein gutes Zusammenleben der gesamten Menschheitsfamilie wichtig. Dafür hält er den ernsthaften Dialog zwischen den Konfessionen wie auch zwischen den Religionen für ganz wichtig.

Um 23 Uhr verabschieden wir uns auch von den Palottinern und fahren zum Flughafen.