Anreise

Liebe RadsportfreundInnen,

war letzte Woche mit Familie am Schluchsee (Südschwarzwald). Direkt vor dieser Woche hatten Christian Dengler und ich uns noch kurzfristig entschieden, am 31.7. beim Arlberg-Giro zu starten. Dieser ist ein Radmarathon über 148km und 2500 Hm (Arlberg und Bielerhöhe).

So fahre ich am 30.7. mit Familie gemeinsam bis Titisee. Dort trennen sich unsere Wege: meine Familie fährt heim, ich mit mehrfachem Umsteigen in z.T. übervollen Zügen allein nach Lindau. Als ich auf Christian warte, beobachte ich, wie zwei Polizisten zwei fremdländisch aussehende Männer aus einem Fernbuss an einer Bushaltestelle heraus holen, streng mit ihnen sprechen und lange Interviews mit ihnen sowie Telefonate mit Menschen, die für sie Gewähr leisten, führen. Die beiden Männer tun mir sehr leid. Ich schäme mich, dass sie so unfreundlich in Deutschland empfangen werden. Kurz bevor ich eingreifen will, lassen die Polizisten die beiden Männer dann doch noch in den Bus einsteigen.

Christian und ich fahren ins Montafon und fahren von Schruns die morgige Rennstrecke für die eigens zählende Bergwertung bis zur Bielerhöhe. Dabei haben wir herrliche Blicke auf die Silvrettagruppe. Plötzlich ziehen Wolken auf und auf der Abfahrt beginnt es zu regnen. Wir werden richtig nass. Fahren dann nach St. Anton am Arlberg, beziehen unsere Unterkunft und holen uns noch die Startnummern ab. Wieder einmal ist es schon recht spät, bis wir schlafen.

Denke – wie schon den ganzen Tag immer mal wieder – an Robert Petzold, der seit 13 Uhr versucht, „meinen“ 24-Stunden-Höhenmeterweltrekord zu verbessern. Wie wird es ihm ergehen? Ob er auch Regen hat?