Transcontinental: Vorbereitungstour III (Brenner – Debrecen) – nach Ungarn

Wieder tief geschlafen, auf dem Sofa der Ferienwohnung. Wieder knapp 5 Stunden, das scheint nun mein Rythmus zu sein. Ob der auch beim TCR ähnlich sein wird? Dieser Tage stelle ich mir keinen Wecker. Komme eben immer erst spaet ins Bett und bin von Natrur aus einen Frühaufsteher. Fuehle mich aber recht gut.

Um 6:10 Uhr sitzen wir bereits auf dem Rad. Es ist sehr kühl. Auf den kleinen Landstrassen durch die Niedere Tatra ist wenig Verkehr, wir können uns viel unterhalten. Dann der Anstieg zu Kontrollpunkt 3, Sliezky dom. Knapp 7km lang ist der Anstieg mit 670 Hoehenmeter. Relativ gleichmaessig. Erst gut asphaltiert, später ganz schlecht. Ich bin nach 36 min. oben. Hat mir Freude gemacht. Oben ein herrlicher Bergsee mit einem phantastischen alpin anmutenden Panorama. Verabschiede mich von Björn, der 70km weiter seine Familie trifft. Gehe im Hotel hier oben fruehstücken. Geht noch eine halbe Stunde. Hat sehr gute Qualität, ich esse viel. Schreibe danach noch einige Nachrichten und schaue mir den Weg fuer den restlichen Tag auf Smartphone und Navigation ausfuehrlich an. Das sind Dinge, die ich beim TCR auf ein absolutes Minimun reduzieren sollte, da sie sehr zeitfressend sind. Lange geht es nun bergab, kleine Straßen, teilweise auch einen schönen Radweg, der mir aber nicht ganz in die von mir nun angepeilte Richtung zu gehen scheint. Ob es da keine bessere Lösung gibt? Bald stehe ich vor einer Schotterstrecke, muss umdrehen. Somit etliche km mehr als geplant.

Durch die Niedere Tatra, gefällt mir: wellig, kühl, viel Wald.

Später wieder auf großer Hauptstraße Richtung Kosice. Viel Verkehr, aber sehr guter Seitenstreifen. In einem Geschäft die schlechtesten Bananen meines Lebens und nur sehr wenig bessere Crossaints gekauft. Aber: besser als Nichts!

Lange an der slowakisch-ungarischen Grenze. Wenig Verkehr. Auf ungarischer Seite teilweise sehr schlechte Straßen, später aber auch ein langer guter Radweg (direkt an der Straße und frisch asphaltiert). Die Grenzübergänge – wechsle hier dreimal über die Grenze – sind immer offen.

In der Dämmerung – nach rund 320km – erreiche ich Kisverda. Ein großer Supermarkt hat noch bis 22 Uhr offen, kann genug für den Abend und das frühstück einkaufen. Suche Unterkunft. Da hilft mir der Garmin weiter, der mir die Unterkünfte in der Gegend anzeigt und mich dann auch dorthin lotst. Die zweite und letzte Unterkunft im Ort hat auch noch ein Zimmer für mich – prima.